Träume und Kulissen

Eine Hafenstadt an der Adria als Kulisse kleiner wie großer Tragödien und ein Zeitalter der Träume, mit denen die einen Geschäfte machen, die anderen Filme, die wenigsten aber ihr Glück.

Sommer 1936: In Split, der »Perle des Meeres« an der Adriaküste, herrschen buntes Treiben und frivole Leichtigkeit. Unter die Touristen der europäischen Hautevolee mischen sich aber zunehmend auch Juden auf der Flucht, Kommunisten und andere Gegner des NS-Regimes und mit ihnen Schlepper und Spione aus aller Herren Länder. Nicht weniger Argwohn wecken deutsche Filmteams, selbst wenn die Einheimischen stolz darauf sind, dass ihre Stadt als beliebter Drehort der internationalen Filmkunst gilt. Die Strände, Cafés und Kneipen sind voll, im Hafen liegen Passagierdampfer und Militärschiffe neben Fischerbooten – und eines Morgens auch eine Leiche. Es gibt wenige Spuren, und die führen in alle Richtungen. Mario Bulat beginnt zu ermitteln, aber tatsächlich scheint jeder schon mehr zu wissen als er. Träume und Kulissen ist ein schillerndes Kaleidoskop mediterranen Lebens in einer überhitzten Epoche, ein an Tönen und Farben reicher Gesellschaftsroman über eine Welt an der Kippe, der trotz aller Fortschrittsversprechen die Katastrophe droht. Und nicht zuletzt ist dieses Buch eine literarische Liebeserklärung an einen Sehnsuchtsort.

Olivas Garten

alida bremer olivas garten cover Die Erzählerin, die seit langem schon in Deutschland lebt, erfährt eines Tages, dass sie von ihrer Großmutter einen Olivenhain geerbt hat, in Vodice, an der östlichen Adriaküste. Sie weiß genau: Das wird ein waghalsiges Abenteuer werden, eine Don Quichotterie gegen die eigenwillige südländische Bürokratie. Es wird Chaos, Leidenschaften, Lachen, Tränen und viel zu Essen geben. Von ihrem vorbildlich organisierten norddeutschen Ehemann unterstützt, macht sie sich auf in die Sehnsuchtslandschaft ihrer Vergangenheit. Sie taucht ein in die hinreißenden Erzählungen ihrer weitverzweigten Familie. Und in die grausamen Auseinandersetzungen eines blutigen Jahrhunderts.
 
Für die Recherchereisen bekam die Autorin das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Auf Reise entstand ein Blog.